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Das neue Jerusalem Das neue Jerusalem Heike Gähwiler/Sina Heisig
geschrieben von On 30. Januar 2013 In News 0 Comment

Jahreslosung beim Seniorennachmittag

Beim Seniorennachmittag am 26. Januar 2013 hielt Sigrid Liebetanz die Andacht zur Jahreslosung 2013 und erzählte von der Tagung des Kirchengemeinderates in Beuggen, der sich mit der Jahreslosung intensiv befasst hat. Hier können Sie den Text der Andacht nachlesen:

 

Andacht für den Seniorennachmittag am 26. Januar 2013

Thema: Jahreslosung „Wir haben hier keine bleibende Stadt, doch die zukünftige suchen wir.“

Am vergangenen Wochenende war der Kirchengemeinderat zu einer Wochenendtagung in Beuggen. Wir haben uns mit der Jahreslosung beschäftigt. Einige Gedanken davon möchte ich weitergeben.

Städte: Immer wieder ist in der Bibel die Rede von Städten. Oft sind sie besonders gekennzeichnet. In der Weihnachtsgeschichte ist die Rede von der Volkszählung, die Kaiser Augustus durchführen ließ: „Ein jeglicher gehe in die Stadt, in der er geboren wurde.“ Die Verbindung des Menschen zu seinem Herkunftsort war zur Zeit des Römischen Reiches ganz wichtig; findet aber auch heute seinen Ausdruck darin, dass bei der Geburt eines Kindes sein Geburtsort angegeben wird, unabhängig davon, ob das Kind dort auch wohnt.

Bethlehem, die Stadt in der Jesus geboren wurde, ist bereits beim Propheten Micha erwähnt: „Du, Bethlehem in Juda bist keineswegs die geringste unter den Städten, denn aus dir wird kommen der Herrscher, welcher mein Volk Israel leiten und schützen soll!“

Nicht zuletzt wollen wir über Jerusalem sprechen, der Heiligen Stadt.

Jerusalem,  die Hauptstadt  des von König Saul geeinten Reiches der zwölf Stämme Israels seit ca. 1000 v. Chr. bis etwa 900 v. Chr. und seiner Nachfolger, König David und König Salomo, der ca. 950 v. Chr. den Tempel bauen ließ. Jerusalem, die von den Babyloniern zerstörte Stadt um ca. 600 v. Chr., Jerusalem die stets umkämpfte und religiös geteilte Stadt.

Jerusalem, die Stadt, deren Namen im Laufe der Jahrtausende als Inbegriff des Heils genannt wird, als die Quelle, von der Gottes Segen ausströmt.

Gemäß der hebräischen Tradition werden Städte und Länder in Person von  Frauengestalten dargestellt und benannt, so dass wir bei dem Lied: „Tochter Zion  - im Sinne von: Jungfrau Zion -  an Jerusalem denken. Der Name Zionsberg, später Davidsstadt, als Ursprung der Stadt Jerusalem ging später auf die ganze Stadt über.

Manche Städte erfreuen sich auch heute noch berühmter Beinamen: Da ist „Paris; die Stadt der Liebe“, „das goldene Prag“, „Florenz, die Stadt der Künste“ und nicht zu vergessen „Rom, die Ewige Stadt“.

Rom, die Ewige Stadt: Kann eine Stadt ewig bleiben? Und dagegen unsere Jahreslosung: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Viele von den Älteren, den Vertriebenen, Aussiedlern, Asylanten wissen, was es heißt, eine Stadt verlassen zu müssen; eine Stadt unter Schutt und Asche begraben zu sehen; Häuser, die keine Behausungen mehr sind, sondern nur mehr offene Wunden. Städte und Häuser, die keinen Schutz mehr geben, sondern nur noch Angriffsziele sind.

Wollen wir für das Wort Stadt das Wort „Heimat“ einsetzen, so wissen wir alle, wovon im Hebräerbrief die Rede ist. „Wir haben hier keine Heimat . . .“ Wie schwer der Verlust der Heimat, oder das nie gekannte Gefühl von Heimat wiegt, können wir alle nachvollziehen.
Und dennoch gibt uns dieses Bibelwort Hoffnung: die zukünftige suchen wir.

Wie die zukünftige Heimat aussehen wird, können wir in den bekannten Versen der Offenbarung nachlesen: „ Und ich sah die Heilige Stadt, das Neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. . . . und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“ Offenbarung 21, 1 - 4.

In den folgenden Versen wird die Schönheit der Stadt mit den Bildern beschrieben, die den damaligen Menschen als Inbegriff der Herrlichkeit galten: Die Mauern glänzen wie ein kostbarer Stein, wie ein kristallklarer Jaspis; die zwölf Tore der Stadt sind mit Edelsteinen geschmückt, die Stadt ist aus reinem Gold errichtet, die 12 Tore bestehen jeweils aus einer einzigen Perle. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, denn die Herrlichkeit Gottes strahlt selbst in ihr. Pracht und Reichtum der Völker werden in diese Stadt gebracht, aber nichts Unreines wird Zutritt erhalten.

Eine Gruppe der Gemeinderatsmitglieder hat diese Stadt gestaltet. (Siehe Foto)

Und so bin ich am Ende unserer Tagung und am Ende meiner Andacht angekommen.

Zunächst hatte uns dieser Jahresspruch nicht gefallen, wird er doch oft als Gedenkspruch bei Beerdigungen gesprochen. Wir fragten uns: ist das nicht trostlos, zu wissen, dass alles, was wir mit so viel Energie anpacken  - eine Familie gründen, ein Haus bauen, mit Mühe eine Ausbildung oder ein Studium bestehen - letztendlich vergänglich ist?

Am Ende unserer Tagung sahen wir in dieser Jahreslosung ein großartiges Versprechen, dass mit unserem irdischen Leben noch lange nichts zu Ende ist. Es entlastet uns davon, eine himmlische Stadt auf Erden bauen zu müssen. Es hilft uns zu wissen, dass, wenn die Not am größten ist, auch eine dunkle Zeit einem alles umstrahlenden Licht weichen wird.

 

 

Gelesen 4223 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 30 Januar 2013 16:00

Michael Moser ist Webmaster der Evangelischen Kirchengemeinde Albbruck-Görwihl.

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